Im Rahmen des Compassion-Projekts der 7. Klassen, eines zweiwöchigen Sozialpraktikums mit Einblicken in soziale Einrichtungen, durften wir einen besonders eindrucksvollen Vortrag an unserer Schule erleben.
Manuela aus dem Assista Dorf stellte die Institution vor und gab einen anschaulichen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Sie erläuterte, wie individuelle Unterstützung, passende Rahmenbedingungen und ein wertschätzendes Miteinander dazu beitragen, dass Teilhabe und Lebensqualität gelingen können.
Begleitet wurde sie von Adi, der seit rund 40 Jahren im Assista Dorf lebt. Mit viel Humor und Offenheit erzählte er von seinem Leben und dem Alltag, aber auch über Erfolge und Gemeinschaft. Seine persönlichen Erfahrungen machten das Thema greifbar und zeigten eindrucksvoll, was Selbstständigkeit und Unterstützung im Alltag bedeuten können.
Gerade für junge Menschen sind solche Begegnungen von großer Bedeutung. Der direkte Kontakt mit sozialen Einrichtungen und den dort lebenden und arbeitenden Menschen baut Berührungsängste ab, fördert Empathie und erweitert den eigenen Horizont. Statt abstrakter Vorstellungen entstehen echte Begegnungen – auf Augenhöhe. So wird erfahrbar, wie vielfältig Lebenswege sind und wie wichtig Zusammenhalt, Offenheit und Mitgefühl in unserer Gesellschaft sind. Der Besuch war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung und ein starkes Zeichen dafür, wie Lernen durch Begegnung gelingen kann.
Mag.a Simone Wallner

