Im Rahmen des Geschichtsunterrichts unternahmen unsere 4. Klassen eine Exkursion zum ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen. Der Lehrausgang bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die im Unterricht behandelten Themen der NS-Zeit nicht nur theoretisch zu erfassen, sondern vor Ort eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Geschichte zu führen.
Das KZ Mauthausen war zwischen 1938 und 1945 das größte Konzentrationslager in Österreich. Es galt als Lager der Stufe III, was härteste Haftbedingungen und „Vernichtung durch Arbeit“ bedeutete. Besonders im berüchtigten Granitsteinbruch und auf der „Todesstiege“ wurden die Häftlinge zu menschenunwürdiger Schwerstarbeit gezwungen. Von den rund 190.000 Inhaftierten aus ganz Europa verloren mindestens 90.000 Menschen ihr Leben.
Begleitet von kompetenten Guides erkundeten die Jugendlichen das Lagergelände, sahen die Baracken, die Duschen sowie die Mahnmale verschiedener Nationen. Besonders bewegend war der „Raum der Namen“, in dem tausende Namen der Opfer verzeichnet sind – ein Moment, der die unvorstellbare Zahl an Einzelschicksalen greifbar machte.
Der Besuch hinterließ bei allen Beteiligten bleibende Eindrücke. Er verdeutlichte einmal mehr, wie wichtig es ist, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und sich aktiv für Menschenrechte und Demokratie einzusetzen.
Mag. Manuel Feindert

