In den späten Abendstunden des 19. Januar 2026 gelang der Allsky-Kamera von Andreas Vogl und Leon Rieder am Franziskus-Gymnasium in Wels ein seltener Fang: Polarlichter (Aurora Borealis) tanzten am Himmel über Oberösterreich. Obwohl die Region weit südlich jener Breiten liegt, in denen dieses Naturschauspiel normalerweise zuhause ist, war der geomagnetische Sturm außergewöhnlich kräftig – stark genug, um das Leuchten bis nach Mitteleuropa zu tragen.
Auf den Aufnahmen zeichnet sich nahe dem nördlichen Horizont ein rot-grünlicher Schimmer ab, durchzogen von feinen Strukturen und Texturen, die sich in mehreren Phasen merklich verdichteten und zeitweise deutlich an Intensität gewannen.
Das Besondere: Die Erscheinung blieb nicht nur ein fotografischer Beleg. Bei guter Sicht und etwas Geduld ließ sich das Polarlicht stellenweise sogar mit bloßem Auge erahnen – ein Moment, der in Oberösterreich alles andere als alltäglich ist.
Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds entlang der Magnetfeldlinien der Erde in die obere Atmosphäre eindringen. Dort stoßen sie mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen zusammen, die dabei angeregt werden und Licht aussenden.
Link zum Zeitraffer Video der Allsky Kamera aufgenommen von der Dachterrasse des Franziskus-Gym-Wels: https://allsky.wetter-wels.at/videos/allsky-20260119.mp4
Link zum Allsky Wels Blog mit Detailinfos: https://allsky.wetter-wels.at/events/article.html?article=2026-01-19
Link zum Blog der Sternwarte Gahberg des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut mit weiteren Fotos des Polarlichtes: https://astronomie.at/polarlichter-in-der-nacht-von-19-auf-20-jaenner-2026/
Mag. Andreas Vogl

