Wir kennen alle den Beruf des Pathologen bzw. der Pathologin aus Film und Fernsehen. Obduktionen stehen an der Tagesordnung und spannende Kriminalfälle beschäftigen die Patholog:innen des Landes ohne Ende. Entspricht das der Realität?
Die NAWI.MED Gruppe unserer Schule hatte am Dienstag, den 6. Oktober 2026, die Ehre, die Pathologie des Klinikums Wels zu besuchen. Im Rahmen der Exkursion klärte OA Dr. Manfred Czompo über die vielschichtigen Vorurteile seines Berufs auf und führte uns durch die Labor- und Forschungseinrichtungen des Klinikums. Er zeigte uns in seiner unverwechselbaren Art die Abteilung mit den Räumlichkeiten, in denen vor allem Flüssigkeits- und Gewebeproben von Patient:innen untersucht werden. Er räumte mit dem Klischee auf, das wir aus Film und Fernsehen kennen und über Patholog:innen zu wissen glauben.
Das Makrolabor war unsere erste Station, in der wir einen Uterus und Brustgewebe begutachten durften. Danach folgten die Mikrolaborabteilungen, die uns zeigten, wie Gewebeschnitte im Mikrometerbereich (µm) gemacht werden. Diese Arbeit erfordert Genauigkeit und eine ruhige Hand.
Nach 2 Stunden voller Informationen, lustiger Anekdoten, aber auch ernsthafter Gedanken bedankten wir uns für die lehrreiche Führung durch die klinische Pathologie Wels. Wir haben gelernt, dass es im Beruf des Pathologen oder der Pathologin primär um das Analysieren und Auswerten von Organproben geht, die auf eine Krankheit oder eine Todesursache hinweisen können. Das Obduzieren ist nur ein Teil der Arbeit der Pathologie.
Herzlichen Dank OA Dr. Czompo für Ihre Zeit!
Mag.a Evelyn Jäger

