Mehr als 200 Menschen setzten am 15. Mai in Wels ein sichtbares Zeichen für sichere Radwege und kinderfreundliche Mobilität. Bei der diesjährigen Kidical- und Critical-Mass-Ausfahrt radelten Familien, Jugendliche, Lehrkräfte und engagierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam durch die Stadt, um auf die Situation von Radfahrenden aufmerksam zu machen.
Gerade Kinder und Jugendliche profitieren von sicheren und gut ausgebauten Radverbindungen: Wer selbstständig mit dem Fahrrad zur Schule, zum Sport oder zu Freundinnen und Freunden fahren kann, gewinnt nicht nur Freiheit im Alltag, sondern bewegt sich auch gesund und klimafreundlich fort. Viele Eltern wünschen sich dafür allerdings sichere Rahmenbedingungen im Straßenverkehr.
Ein wichtiges Thema der Veranstaltung war daher die Forderung nach durchgängigen und baulich geschützten Radwegen sowie nach mehr Verkehrsberuhigung im Stadtgebiet. Verkehrsorganisationen wie der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) empfehlen seit Jahren Tempo 30 im Ortsgebiet, besonders dort, wo viele Kinder unterwegs sind. Niedrigere Geschwindigkeiten erhöhen die Sicherheit deutlich und schaffen mehr Lebensqualität für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.
Auch Lehrkräfte des Franziskus Gymnasiums beteiligten sich an der Aktion. „Kinder und Jugendliche sollen sich in Wels sicher und selbstverständlich mit dem Fahrrad bewegen können. Gute Radwege und ein rücksichtsvolles Verkehrsklima sind dafür entscheidend“, betont Dominik Wiesmeyr.
Die rund 3,5 Kilometer lange Strecke wurde von der Polizei begleitet und durch freiwillige Helfer abgesichert. Trotz kühler Temperaturen war die Stimmung ausgesprochen positiv. Die große Beteiligung zeigt: Das Interesse an sicherer und nachhaltiger Mobilität wächst – auch bei jungen Menschen.
Mag. Dominik Wiesmeyr

